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Institut für Philosophie

Katrin Fischer, M.A.

DFG-Projekt "Arabic and Latin Glossary"

Arabic and Latin Glossary

E-Mail: katrin.fischer@uni-wuerzburg.de

Telefon: +49 931 31-819 80 

Lebenslauf:

Katrin Fischer arbeitet seit September 2005 am Arabic and Latin Glossary mit; seit Januar 2008 ist sie wissenschaftliche Mitarbeiterin.

Im Oktober 2007 beendete sie ihr Studium an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg als Magistra Artium in den Fächern Philosophie, Evangelische Theologie und Volkswirtschaftslehre.

Titel der Magisterarbeit: Tier und Mensch bei Albertus Magnus und Avicenna.

Arbeitstitel der Dissertation: Avicennas Kosmologie in den Werken lateinischer Denker des Mittelalters.

Abstract:

Im Rahmen meiner Dissertation untersuche ich den Einfluss der kosmologischen Theorie des zentralasiatischen Gelehrten Avicenna (Ibn Sīnā, 980‒1037) auf drei ausgewählte lateinische Denker des 12. und 13. Jahrunderts: Dominicus Gundisalvi, Wilhelm von Auvergne und Heinrich von Gent. Damit möchte ich einen Beitrag zur Erforschung der arabisch-lateinischen Tradition der Philosophiegeschichte leisten.

Eine detaillierte Darstellung der Ontologie und Kosmologie Avicennas findet man in dessen Metaphysik (al-Ilāhīyāt; Liber de philosophia prima sive scientia divina). In seiner neuplatonisch beeinflussten Kosmologie, in der sich die Wirkung eines einzigen und einfachen ersten Prinzips durch vermittelnde Instanzen entfaltet, verbindet Avicenna die griechisch-antike Idee einer ewigen Welt mit dem monotheistischen Konzept einer einzigen göttlichen Wirkursache. Angesichts der Tatsache, dass Avicennas Metaphysik den lateinischen Denkern ab dem 12. Jahrhundert in einer Übersetzung durch Dominicus Gundisalvi zugänglich war, stellt sich die Frage, inwiefern das avicennische Modell eine für den lateinisch-christlichen Kulturbereich akzeptable Theorie gewesen ist. Diskutiert wurde insbesondere die sogenannte ex-uno-Regel, die Avicenna einführte, um das Wirken des ersten Prinzips zu erklären. Sie besagt, dass aus etwas, das eines ist, insofern es eines ist, nur eines hervorgehen kann: «ex uno, secundum quod est unum, non est nisi unum». Diese Regel wurde von den christlichen Denkern vehement zurückgewiesen, wenn es darum ging, das schöpferische Handeln Gottes zu erklären. Dagegen fand sie in der Trinitätstheologie Anwendung, was ich in meiner Dissertation darstellen werde.

 

Veröffentlichungen:

  • „Avicenna’s ex-uno-Principle in William of Auvergne’s De trinitate“, in: Quaestio 15 (2015), S. 423‒432.
  • „Avicenna’s Influence on William of Auvergne’s Theory of Causes“ (im Erscheinen)

 

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