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Deutsch Intern
    Institut für Philosophie

    David Amthor, Gymnasiallehrer

    Ich unterrichte die Fächer Deutsch, Geschichte und Ethik an einem Gymnasium in Nürnberg.

    Durch mein Philosophie-/Ethik-Studium die Lehrbefähigung für eines der spannendsten und aktuellsten Fächer zu erhalten, ist schon rein pragmatisch ein Gewinn für mich gewesen. Doch die tiefere Auseinandersetzung mit philosophischen Positionen hat mich vor allem inhaltlich in verschiedener Hinsicht gefördert und bereichert so auch den Unterricht in meinen anderen Fächern und die tägliche Arbeit an der Schule insgesamt.

    Einerseits vermittelt und vertieft das Studium der Philosophie kulturgeschichtliches und systematisches Grundwissen, das in heutigen Debatten noch immer aktuell ist. Es fällt also leichter, sich in der Geistesgeschichte zurechtzufinden und sich gleichzeitig auch mit grundlegenden Fragestellungen im schulischen Fächerkanon – von der Biologie bis hin zur Kunst – zu orientieren. Andererseits schult die Philosophie dabei etwas, das besonders im Lehramt, aber auch in anderen Lebens- und Arbeitsbereichen von Vorteil ist: gedankliche Disziplin.

    Susan Barth, Redakteurin

    Nach meinem Studium habe ich zunächst zwei journalistische Praktika in Hamburg bei Gruner und Jahr absolviert.

    Inzwischen arbeite ich als Redakteurin bei „bento“, dem jungen Angebot von Spiegel Online in Hamburg. Dort schreibe ich Artikel, führe Interviews, arbeite an eigenen Projekten und stehe selbst vor der Kamera.

    Ich bin überzeugt davon, dass man auch mit einem Philosophie-Studium für die Arbeit als Journalistin gewappnet ist und neue Sichtweisen in aktuelle Themen miteinbringen kann. Durch das sachliche Erörtern aktueller Problemstellungen und moralischer Fragen wird man im Studium darin geschult, Themen aus verschiedenen Perspektiven heraus zu beleuchten. Zudem habe ich gelernt, analytisch zu denken, Probleme in Texten und Argumenten zu erkennen und komplizierte Sachverhalte einfach darzustellen. Dies hilft mir heute dabei, selbst Texte zu schreiben, die ich mehrfach durchdacht habe und für die ich einstehen kann.

    Fabio Blaha, Marketingleiter

    Ich arbeite als Marketingleiter für ein junges Unternehmen, das Planungsleistungen und Qualifizierung von Hochsicherheitslaboren und GMP-Bereichen ausführt.

    In diesem Rahmen übernehme ich zum einen eher handwerkliche Tätigkeiten wie Grafik- und Textarbeiten und betriebswirtschaftliche Berechnungen, zum anderen wirke ich an konzeptionellen und strategischen Aufgaben aus Qualitätsmanagement und Geschäftsentwicklung mit.

    Die Kompetenzen, die ich durch mein Philosophie-Studium entwickelt habe, werden vor allem da wichtig, wo Fragen, Probleme und Aufgaben noch nicht vorliegen und deswegen erst gesucht, ausgearbeitet und formuliert werden müssen. Grundsätzlich hilft es, logisch und begrifflich stringent an die Dinge herangehen zu können und die nötige mentale Durchhaltefähigkeit an den Tag zu legen.

    Felicitas Hartung, Ph.D.-Studentin

    Ich habe in Würzburg Geschichte, Germanistik und Philosophie/Ethik studiert. Hier hatte ich die Gelegenheit, für mehrere Jahre als studentische Hilfskraft am Institut für Philosophie zu arbeiten. Die herzliche und kollegiale Arbeitsatmosphäre habe ich dabei besonders genossen.

    2017 zog ich nach San Diego, um dort ein Promotionsstudium in Geschichte zu absolvieren. Meine Liebe zur Philosophie habe ich mit nach Kalifornien genommen, wo ich mit mehreren Philosophie-Professoren zusammenarbeite. Ich interessiere mich besonders für Emotionsgeschichte, ein interdisziplinäres Feld, das Forschungen aus Philosophie, Geschichte, Psychologie und mehr verbindet. Mein Hintergrund in Philosophie hilft mir, Emotionstheorien zu verstehen, die ich dann nutze, um historische Sachverhalte zu analysieren.

    Dr. Kornelius Knapp: Leiter kommunales Bildungsmanagement

    Sowohl das Studium der Philosophie als auch die Promotion in Würzburg waren entscheidende Stationen in meinem Leben und darüber hinaus eine wichtige Schule des Denkens. Auch wenn ich heute Platon, Hegel und Dewey nicht mehr zitiere und inhaltliche Fragen der Philosophie nicht mehr im Zentrum meiner Tätigkeit stehen: Meinen Beruf als Leiter des kommunalen Bildungsmanagements der Stadt Stuttgart könnte ich heute nicht so ausüben, wenn ich nicht gelernt hätte, Gedanken präzise zu fassen, logische Schlüsse zu prüfen und Argumente abzuwägen.

    Dies sind die methodischen Grundlagen, in denen ich geschult wurde. Alle weiteren Inhalte lassen sich darauf aufsetzen. Zudem: Wer sich an aristotelischer Metaphysik, an Thomas’ Summa und Kants Kritiken abgearbeitet hat, braucht viele aktuelle Modelle und Theorien nicht zu fürchten.

    Carmen Meixner, Unternehmensberaterin

    Ich arbeite als Unternehmensberaterin und unterstütze vor allem Banken und Versicherungen bei Großtransformationen im IT-Bereich.

    In meinem Beruf geht es darum, komplexe Sachverhalte zu verstehen und Handlungsoptionen auf Basis möglicher Konsequenzen abzuwägen.

    Meine tägliche Arbeit erfordert es, sich schnell in neue Themen und Argumentationszusammenhänge einzuarbeiten, Strukturen zu erkennen und sinnvoll aufbereitet zu präsentieren. Genau diese Fähigkeiten hat mir das Philosophie-Studium vermittelt. Gerade in Würzburg wird großer Wert auf sachliche Diskussionen und das Bilden einer eigenen Meinung zu mitunter abstrakten Themen gelegt, was mir nun in der Zusammenarbeit mit Experten aus der Wirtschaft hilft.

    Christine Wolf, pädagogische Mitarbeiterin

    Nach meinem Philosophie- und Pädagogikstudium hat mich mein beruflicher Weg zur Arbeit mit jungen Menschen geführt, die ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) oder einen Bundesfreiwilligendienst (BFD) leisten.

    Zu meinen Kernaufgaben als pädagogische Mitarbeiterin für Freiwilligendienste gehören die persönliche Begleitung und Beratung – ein Arbeitsfeld, aus dem die Philosophie für mich nicht wegzudenken ist. Denn immer wieder geht es darum, Bekanntes zu hinterfragen und mit Antworten umzugehen, mit denen man im ersten Moment gar nicht gerechnet hat. Mein philosophisches Wissen, zum Beispiel über verschiedene Glaubens- und Moralsysteme, ist für mich dabei ein wichtiges Handwerkszeug.

    Mir persönlich ist die Philosophie als die Kunst des unerschöpflichen Fragestellens eine zentrale Begleiterin in meinem Berufsalltag geworden. Durch meine philosophische Haltung kann ich in meinem Gegenüber Reflexionsprozesse auslösen, die zur persönlichen Entwicklung beitragen und unsere Perspektiven auf die Welt erweitern und bereichern.