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Institut für Philosophie

„Praktische Gründe vor Kant“

Praktische Gründe vor Kant (1720-1780) Emmy Noether-Gruppe

Beschreibung des Projekts

Ziel des Projekts ist es, anhand einer historischen Debatte einen Beitrag zu einer grundlegenden Diskussion um praktische Gründe in der Ethik zu leisten, und zugleich umgekehrt eine historische Debatte im Lichte einer zeitgenössischen Diskussion zu interpretieren. Das Projekt soll Fragen auf drei Ebenen und deren Interrelationen untersuchen: 1. Die normative Ebene: Unter welchen Bedingungen hat ein Akteur einen Grund, etwas zu tun? 2. Die Ebene der (moralischen) Motivation: Wie motivieren praktische Gründe? 3. Die metaphysische Ebene der Quelle der Normativität: Worin gründet die Normativität praktischer Gründe? Anhand „vorkantischer“ Theorien können Schwierigkeiten der Gegenwartsdebatte rund um praktische Gründe vermieden werden (Internalismus/Externalismus) und Zusammenhänge zwischen den drei Ebenen explizit gemacht werden, die aufgrund der zunehmenden Spezialisierung in der akademischen Philosophie vernachlässigt werden. 
 

Link zur Projektseite:

https://praktischegruendevorkant.wordpress.com

 

Sonja Schierbaum (Gruppenleiterin)

Sonja Schierbaum ist seit April 2020 Leiterin der Emmy Noether Gruppe „Praktische Gründe vor Kant (1720-1780)“ an der Uni Würzburg. Zuvor war die Gruppe an der MLU-Halle-Wittenberg angesiedelt. Sie forscht zu den erkenntnistheoretischen, handlungstheoretischen und ethischen Dimensionen der Konzeption praktischer Gründe und deren Interrelationen. Die Frage nach den Konsequenzen metaphysischer Konzeptionen für Handlungstheorie und Systeme der Ethik in der Frühaufklärung stellt dabei einen besonderen Schwerpunkt dar. Ein weiteres Interesse gilt der Rolle praktischen Selbstwissens beim – moralischen und rationalen – Handeln.

Projektrelevante Publikationen:
  • Christian Wolff über motivierende Gründe und handlungsrelevante Irrtümer“, in: Archiv für Geschichte der Philosophie (zur Publikation angenommen).
     
  • "Crusius on Moral Motivation", in: Frank Grunert; Andree Hahmann (eds.), Christian August Crusius (1715-1775). Philosophy between Reason and Revelation, Berlin: De Gruyter, (im Erscheinen).
     
  • „Grounds without grounding? – An early modern distinction of reasons“, in: M. Roques, (ed.), Grounding in Ancient and Medieval Philosophy, Leiden: Brill, (im Erscheinen).
     
  • „Freedom of Indifference: Its Metaphysical Credentials According to Crusius“, in: Fudan Journal of the Humanities and Social Sciences, 2019, DOI 10.1007/s40647-019-00253-7, 2019.
     
  • „Umgang mit sich selbst als Dialog: Hannah Arendts Modell des Denkens“, in: Zeitschrift für philosophische Forschung 73 (2019), 2.

 

Michael Walschots (Projektmitarbeiter)

Michael Walschots ist seit September 2019 Mitarbeiter in der Emmy Noether-Gruppe „Praktische Gründe vor Kant (1720-1780)“. Seine Forschung betrifft die praktische Philosophie Kants sowie die Ethik und Handlungstheorie der vorkantischen Philosophie in Deutschland und Schottland. Er interessiert sich besonders für die meta-ethischen Positionen der deutschen und schottischen Philosophen im achtzehnten Jahrhundert, sowie ihr Verständnis der psychologischen Grundlage moralischer Handlung.

 

Alicia Aktas (studentische Hilfskraft)

Alicia Aktas unterstützt die Emmy Noether-Gruppe als studentische Mitarbeiterin. Im Wintersemester 2016/17 hat sie ihr Bachelorstudium in Philosophie und Anglistik/Amerikanistik an der Universität Würzburg aufgenommen, im Sommersemester 2020 beginnt sie ihr Masterstudium. Seit dem Wintersemester 2019/20 ist sie als studentische Hilfskraft am Institut für Philosophie tätig.