DoktorandInnen und Doktoranden
Apl. Prof. Dr. Robert Hugo Ziegler
Titel des Promotionsprojekts: Frieden für den Anderen. Gewalt und Gewaltlosigkeit bei Emmanuel Levinas und Simone Weil
Erstbetreuer: Apl. Prof. Dr. Robert Hugo Ziegler
Zweitbetreuende: Prof. Dr. Michela Summa (Würzburg), Dr. habil. Pascal Delhom (Flensburg)
Abstract:
In meiner Arbeit vergleiche ich die Philosophien von Emmanuel Levinas und Simone Weil hinsichtlich ihrer Untersuchungen der Gewalt sowie ihrer jeweils aufgezeigten Fluchtlinien der Gewaltlosigkeit in Gewalträumen. Dabei werde ich einen auch phänomenologisch fundierten Begriff der Gewaltlosigkeit entwickeln, der diese als ein Antwortgeschehen auf drohende, verübte oder bereits erlittene Gewalt gegenüber anderen Menschen verstehbar macht. Gewaltlosigkeit wird also durch das Zusammenfallen von Verwundbarkeit und Alterität begründet und konkret als ein Beistand im ethischen Widerstand des Anderen beschrieben.
Kontakt: marvin.bucka@stud-mail.uni-wuerzburg.de
Titel des Promotionsprojekts: Philosophie der Person bei Locke und Leibniz. Ein Ausweg aus der Lockeschen Sackgasse am Beispiel von Demenz.
Erstbetreuer: Apl. Prof. Dr. Robert Hugo Ziegler
Zweitbetreuende: Prof. Dr. Michela Summa (Würzburg), Prof. Dr. Matthias Flatscher (Würzburg)
Abstract:
Die Dissertation untersucht Bedingungen und Dauer personaler Identität im Spannungsfeld zwischen frühneuzeitlichen und gegenwärtigen Personentheorien. Ausgangspunkt ist die Diagnose einer „Lockeschen Sackgasse“: die Bindung des Personenbegriffs an unterbrechbares Bewusstsein, zugespitzt auf Fragen der Verantwortung. Im Dialog mit Leibniz wird gezeigt, dass sich diese Engführung überwinden lässt, ohne Lockes Einsichten aufzugeben. Auf dieser Grundlage wird ein eigener Personenbegriff entwickelt, der im Grenzfall der Alzheimer-Demenz sowie im Vergleich mit Positionen der analytischen Philosophie (Dennett, Singer, McMahan, Parfit) geprüft wird.
Kontakt: stanislav.pilischenko@stud-mail.uni-wuerzburg.de
Titel des Promotionsprojekts: Begriffe ohne Gegensatz. Das Problem des Realen bei Clément Rosset und Gilles Deleuze
Erstbetreuer: Apl. Prof. Dr. Robert Hugo Ziegler
Zweitbetreuende: Prof. Dr. Roland Breeur (Leuven), Prof. Dr. Michela Summa (Würzburg)
Abstract:
Durch den Vergleich der beiden Autoren Clément Rosset und Gilles Deleuze bemüht sich die Dissertation um neue Denkmöglichkeiten des Problems des Realen. Die Dissertation soll vorrangig zwei Fragen behandeln: Welche ontologischen Lehren lassen sich aus der philosophischen Verwirrung um den Wirklichkeitsbegriff ziehen? Wie lässt sich der Begriff so bestimmen, dass er vor dem Hintergrund der gewonnenen Einsichten dennoch philosophisch produktiv sein kann? Mit der Beschreibung eines menschlichen Ausweichmanövers vor dem Realen, der Verdopplung, stellt Clément Rosset einen originellen Gedanken vor, der eine Definition des Realen erlaubt. Bei Deleuze nähere ich mich dem Konzept des Realen indirekt, da er es nicht ins Zentrum seines Denkens stellt.
Kontakt: veronika.zirbs@stud-mail.uni-wuerzburg.de


